Wer lesen kann, ist klar im Vorteil

Vorlesetag an der EKS

Vorlesen braucht Vorbilder: Wenn im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages u. a. kommunalpolitsch verantwortliche Entcheidungsträger Kindern vorlesen, kann ein nachhaltiges Signal zur Stärkung der Vorlesekultur gesetzt werden.
Bürgermeister Michael Merz hat zum wiederholten Male an dieser Aktion teilgenommen. Neben den Kindergärten der Verbandsgemeinde besuchte er auch unsere Schule und las sehr interessierten Fünftklässlern vor. Da unsere Mädchen und Jungs im Deutschunterricht gerade das Thema "Märchen" bearbeiteten, war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, ein Märchen vorzulesen. An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches "Danke" an Herr Merz für soviel Flexibilität und für diesen schönen Vormittag!

Kinder lesen für Kinder

Nachdem Herr Merz den Fünftklässlern am Tag des Vorlesens ein Märchen vorgelesen hatte, kam die Klasse 5a auf die Idee, ebenfalls anderen vorzulesen. Sie entschieden sich, in verschiedenen Kindergärten nachzuhören, ob sie kommen könnten. Alle angefragten Einrichtungen fanden die Idee toll und stimmtem einem Leseauftritt der 5a zu.
Nun ging es in der Klasse an die Planung. Schnell entschieden sich die Schüler für das Märchen "Schneewittchen". Für sie war es selbstverständlich, dass dazu die verschiedenen Rollen auch von verschiedenen Schülern gelesen werden sollten. Einige Schüler übernahmen mit Musikinstrumenten die Geräuschkulisse für das Märchen.
Im Unterricht wurde dann geübt und die konkrete Planung vorgenommen. So galt es z.B., auf einer Wanderkarte den Weg nach Horressen zu finden (einer der besuchten Kindergärten hat seinen Sitz in Horressen und natürlich wurde dieser Umstand zum Anlass für eine wunderschöne Winterwanderung genommen). Im Stadtplan suchten die Schüler den Weg nach Hilgert und zu den Kindergärten St Markus und St. Antonius in Ransbach-Baumbach. Die Absprachen mit den Kindergärten und die Termine wurden übrigens auch von den Kindern selbst bewältigt.
Es gab also eine ganze Menge zu tun. Die Schüler lernten bei diesem Projekt sehr viel; sie mussten organisieren, Lösungen für logistische Probleme finden ("Wie kommen wir von Horressen wieder zurück?") und vieles mehr. Fraui Lames, die Klassenlehrerin der 5a, schmunzelt: "Es entstand nach und nach eine kleine Tournee!"

In allen Kindergärten wurden unsere Schüler freundlich empfangen und es gab auch immer eine kleine Überraschung in Form von Süßigkeiten, heißem Kakao oder auch selbstgebastelten Lesezeichen.

Nach diesem ersten Erfolg planen die Schüler schon weiter. Neben einem Auftritt am Tag der offenen Tür der EKS am 11. Januar 2014 ist auch eine Zusammenarbeit mit einem Kindergarten geplant. Vor den Sommerferien möchte die Klasse wieder ein Stück einüben und erneut auf Tournee gehen.